
erster Teil: USB-Anschluss für das Tektronix TDS3012
Die
Sicherung von Screenshots meines Oszis über Diskette war mir zu
umständlich; außerdem wollte ich gerne die Fernsteuer-Möglichkeiten via
Wavestar ausprobieren.
Da mein TDS3012 der ersten Generation nur
über eine parallele Druckerschnittstelle verfügt und
Erweiterungsmodule nicht preisgünstig erhältlich sind,
habe ich mich entschlossen, eine serielle Schnittstelle selbst nachzurüsten.
Anhand
eines ausgeliehenen TDS3VM Moduls, das einen VGA-Anschluss und eine RS232
Schnittstelle bietet, habe ich die erforderlichen Schaltungsteile ermitteln können.
Die größte Schwierigkeit war, den Modul-Stecker zu identifizieren.
Ich bin schließlich bei Molex fündig geworden, die passenden Typen-Nummern sind im Schaltplan vermerkt.
Tyco-AMP stellt auch kompatible Stecker her, zwei vermutlich passende Typen sind ebenfalls vermerkt.
Der
freundliche Sample-Service von Molex hat mir zwei Muster zur Verfügung
gestellt, so daß ich gleich mit dem Verdrahten anfangen konnte.
Nachdem die UART-Leitungen identifiziert waren, habe ich anstelle eines
Pegelwandlers gleich einen überzähligen USB-RS232 Adapter auf die
Steckkarte gesetzt.
Mit dem verwendeten Stecker hängt die Schaltung dann "kopfüber" im Erweiterungsslot.
Den
Stecker habe ich noch mittels zweier Schrauben und einem Streifen FR4
an der Platine befestigt, da er ja nur an einer Pinreihe angelötet ist.
Die übrige Verdrahtung erfolgte in gewohnter Fädelmanier.
Dazu gibts auch einen Schaltplan und die Abmessungen der Platine.
Zur Schaltung:
Die Einsteckkarte wird durch den Widerstand R3 codiert.
Der
Sinn der Schaltung um IC1 erschließt sich mir zwar nicht ganz,
aber ohne die Beschaltung läuft das Oszi nicht hoch.
Da
ich kein zweites Oszilloskop zur Messung zur Verfügung hatte, waren
leider auch keine weitergehenden Erkenntnisse möglich.
Die
Widerstände R4-R7 dienen zur Entkopplung der Signale und zum Verhindern
von Latchup, da Oszi und USB-Adapter ja getrennt versorgt werden.
Die RS232 Signale werden direkt zum USB-Chip geleitet, der ursprünglich vorhandene Pegelwandler wurde entfernt.
Es müssen dabei natürlich auch noch RxD/TxD und RTS/CTS gedreht werden, das Oszi ist auch ein DTE Gerät.



Nach Einbau meldet sich das Oszi mit folgendem Startschirm:

Man erhält im Setup nun auch Zugriff auf ein Menü, in dem sich die Parameter der Schnittstelle konfigurieren lassen.
Nachdem ich etwas enttäuscht von der umständlichen Bedienung von Tektronix Wavestar war, bin ich auf das Tool TDSsnap von Andreas Tofahrn gestoßen.
Es ist genial einfach zu bedienen und ideal um schnell Screenshots zu sichern.
Bei
der maximal möglichen Geschwindigkeit von 38400 Baud dauert die
Übertragung ca.10s und ist damit schneller als die Sicherung
auf Diskette.