
zweiter Teil: Freischaltung von Optionen im TDS3000 Oszi
Inzwischen
ist es bei vielen Geräten üblich, daß nur ein Teil der vorhandenen
Funktionen für den Anwender freigegeben sind, andere sinf als
"Optionen" auch nach dem Kauf des Geräts noch freischaltbar.
Bei den ganz modernen Geräten erfolgt das nur noch über eine Code-Eingabe, den man nach entsprechender Bezahlung erhält.
Bei meinem TDS3012 erfolgt die Aktivierung verschiedener Anwendungen über sog. Anwendungsmodule.
Mein Ziel ist es, die Funktion dieser kleinen Einsteckmodule zu ergründen und auf meinem Gerät zur Anwendung zu bringen.
Anhand eines Moduls war das Innenleben und die Steckerbelegung schnell erkannt:
Es ist nur ein simples 24C02 I2C EEPROM enthalten, die Belegung ist schnell "durchgepiepst"

Nun wollte ich das Ganze für mein Oszi nutzbar machen, also musste ich eine Kontaktierung herstellen.
Die Einzelteile: ein SIM Card Reader, ausgeschlachtet aus einem alten Handy und ein "Blindmodul" aus meinem Oszi

Da
mir anfangs die Adressierung der verschiedenen Module unklar war, bin
ich dem Ganzen mit einem Logic-Analyzer auf die Pelle gerückt.
Dazu habe ich einen Spy-Adapter zusammengefrickelt.

Und siehe da: die Adresszuweisung der vier möglichen Anwendungsmodule ist hart codiert für jeden Steckplatz.
An einem Steckplatz sind A0 und A1 low, am nächsten A0 high und A1low usw.
Da
ich mir aber nicht vier Plugins basteln wollte, habe ich vier EEPROMs
(Danke, Willy) auf eine Platine gesetzt und die Adressen fest verdrahtet.
Es kann nun halt kein weiteres Modul mit eingesteckt werden, aber bei einem "Universal Application Module" ist das auch gar nicht nötig.
Schaltplan

Anhand von zwei ausgeliehenen Modulen TDS3AAM und TDS3LIM konnte ich den Inhalt mittels IC-PROG auslesen und auf mein Modul aufspielen.
Alternativ
könnte man z.B. auch die zwischenzeitlich von Tektronix freigegebenen (z.B. FW3.41) und somit überflüssigen TDS3TRG oder
TDS3FFT Module einer neuen Verwendung zuführen.
